Das Buch behandelt die Vernichtung der
Juden Rigas wahrend des Zweiten Weltkriegs in einem der blutigsten
Verbrechen der Nationalsozialisten und ihrer Helfer auf den besetzten
sowjetischen Gebieten. Der Massenmord im Wald vom Rumbula steht
zweifellos auf einer Stufe mit anderen Orten menschlicher Tragodien wie
Babyn Jar, dem Wald von Paneriai, dem Ghetto Kaunas und anderen.
«Ich habe Rumbula uberlebt» baisert
auf den Erinnerungen einer von nur zwei Uberlebenden, die wie durch ein
Wunder der Erschie?ung der Juden Rigas entkamen. Im Zuge zweier
Gro?einsatze Ende November und Anfang Dezember 1941 wurden fast alle der
30 000 Bewohner des Ghettos Riga ermordet. Die Chancen auf eine
erfolgreiche Flut waren praktisch null. Doch Frieda Michelson hat
uberlebt und somit auch die Erinnerung an die Greueltaten. Das
Geschehene zu vergessen ist nicht moglich, selbst wenn man es versucht.
In den 60-iger Jahren schrieb sie in ihrer Muttersprache Jiddisch ihre
Erinnerungen nieder. David Silberman dienten diese als literarische
Vorlage fur ein Buch in russischer Sprache, das nun in vierter Auflage
erscheint. Bisher war das Werk aufgrund der bescheidenen Auflage nur
innerhalb Litauens bekannt.
Silberman wurde 1941 in Preili
(Lettland) geboren. Seiner Familie gelang es ihre Heimatstadt noch vor
dem Eintreffen der Wehrmacht zu verlassen. Wahrend seiner Zeit in Riga
in den 1960er-Jahren setzte er sich aktiv fur die Rechte der Juden in
der UdSSR ein und nahm dafur auch Repressionsmassnahmen der sowjetischen
Behorden gegen sich inkauf. 2004 konnte mit personlichen Mitteln von
David Silberman in Preili ein Mahnmal fur die Opfer des Holocaust
errichtet werden errichtet werden.





