Die 6. internationale Konferenz der STudente, Doktorandn und jungen Wissenschaftler „Holocaust Gedenken und Mahnung“, fordert Einfuehrung eines nationalen Holocaust-Gedenktages in Russland
28 Januar 2012 26-28 Januar 2012
Am Wochenende fand die 6. Konferenz junger Wissenschaftler, Doktoranden und Studenten unter der Leitung des Holocaust-Fonds und -Zentrum, des Instituts fuer Geschichte und Archivwesen der Moskauer Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universitaet und des Jugendforums zur Erforschung des Holocaust beim Holocaustzentrum statt, die vom russischen Staat finanziell unterstuetzt wurde.
An der Konferenz nahmen 25 junge Wissenschaftler aus 12 Staedten Russlands und Belarus teil mit Beitraegen zum Thema „ Geschichtsforschung und die Lehren des Holocaust: offene Fragestellungen“, die sie auf den Plenarsitzungen und am Runden Tisch vorstellten.
Am 26. Januar konnten sie am Gedenkabend teilnehmen; am 27. Januar tagte die Konferenz in der Gedenksynagoge und am 28. Januar im Institut fuer Geschichte und Archivwesen der Moskauer Universitaet, dessen Direktor Prof. A Besborodow ein Grusswort sprach. Die Leitung lag bei Prof. Ilja Altman , Dr. Kiril Feferman (Holocaust-Zentrum), Dr Aron Schneer (Yad Vashem-Saal der Namen), Walerij Iwanow, Dimitrij Aleksejew (Jugendforum Holocaust) und Jekaterina Slotschewska (Gedenksynagoge).
Die Thematik der Beitraege, die grosses Interesse hervorriefen, war ausserordentlich breit gefaechert und reichte von konkreten historischen Forschungsmethoden (Interview von Zeitzeugen) ueber die Geschichte des Holocaust in den Regionen, Rechtsfragen bis zu Problemen der Herausbildung eines historischen Gedaechtnisses.
Ein Ergebnis der Konferenz war die Annahme einer Resolution fuer die Einfuehrung eines nationalen Gedenktages in Russland fuer die juedischen Opfer und Befreiungskaempfer.
Moskau war nach Wolgograd, Nowgorod Welikij, Sankt Petersburg und Kasan die sechste gastgebende Staat.
RIA-Pressekonferenz „Wird der internationale Holocaustgedenktag am 27. Januar offizieller Gedenktag in Russland?“
27 Januar 2012 27. Januar 2012
Teilnehmer der Konferenz waren Eva Schloss (die Adoptivtochter von Anne Franks Vater), der Praesident des Russischen Juedischen Kongresses (REK), Jurij Kanner, der Co-Vorsitzende des Holocaustzentrums, Ilja Altman, der Vorstandvorsitzende des Vereins „Die Wuerde zurueckgeben“, Jurij Dombrowski sowie der Leiter des „Namen-Projektes von Yad Vashem, Boris Mafzir. Dabei wurden die diesjaehrigen Gedenkveranstaltungen vorgestellt. Jurij Kanner wandte sich mit einem Aufruf an alle Praesidentschaftskandidaten Russlands mit der Bitte, in ihre Wahlprogramme die Forderung nach der Verankerung des Gedenkens an die Holocaustopfer aufzunehmen und den 27 Januar zum offiziellen Gedenktag zu erklaeren.
Gedenkabend in der Synagoge des Russisch-Juedischen Kongresses auf dem „Poklonnaja Huegel“
26 Januar 2012 26. Januar 2012
Die diesjaehrige Holocaust-Gedenkfeier wurde am 26. Januar von Fonds und Zentrum Holocaust, der Bewegung „Eine Welt gegen den Nazismus“ unter Teilnahme von Vertretern des Europarates und der Stadt Moskau veranstaltet.
Durch den Abend, der eine Vielzahl von Gaesten angezogen hatte fuehrte Alla Gerber, die Praesidentin des Holocaust Fonds, die das zentrale Anliegen der Veranstalter zum Ausdruck brachte: „Wir sind verpflichtet alles zu tun, dass sich die groesste Tragoedie des 20. Jahrhunderts nicht noch einmal wiederholen kann. Und daher ist es heute unsere Hauptaufgabe, das Gedenken an den Holocaust zu bewahren und an den Mut derjenigen, die gekaempft haben.“
Einen starken Eindruck hinterliess der Auftritt des ersten stellv. Vorsitzenden des Komitees des Foederationsrates fuer Verfassungsgesetzgebung und Vorsitzende der Bewegung „Welt ohne Nazismus“ Boris Spiegel, der feststellte, dass die Geschichte des Holocaust, die sich vor 70 Jahren zugetragen habe, immer noch aktuell ist. Und in diesem Sinne sind die politischen Fuehrer und Kraefte in verschiedenen Laendern, die eine Revision der Kriterien des Holocausts anstreben und eine Rehabilitierung der Polizeikraefte die dem deutschen Militaer halfen „Ordnung“ auf den okkupierten Territorien zu herzustellen, rechtfertigen bewusst den Faschismus. Sie machen nicht den Holocaust zum Thema, sondern ermoeglichen ein Wiederaufleben des Nationalsozialismus.
Danach ergriffen die Ehrengaeste das Wort.
Die israelische Botschafterin Dorit Golender fuehrte aus: „Wir sind verpflichtet, uns an alle Lehren aus dem 2 WK und dem Holocaust zu erinnern. Und dazu gehoert es auch, die Ursachen des Holocaust zu kennen. Wir muessen darueber nachdenken, warum dieser Schrecken moeglich wurde und alles tun, damit er sich niemals wiederholt. Den heutigen und kommenden Generationen erklaeren wir einstimmig, niemand darf gegenueber Antisemitismus und Xenophobie oder anderen Formen rassischer oder religioeser Intoleranz gleichgueltig sein.“ Fuer die Borschafterin ist die Tragoedie ihres Volkes untrennbar verbunden mit der Tragoedie ihrer Familie, die viele Opfer der Shoah zu beklagen hat.
Der deutsche Botschafter hob hervor: „Der Holocasut stellt ein Verbrechen dar, das mit Scham erfuellt. Und er wird immer ein Teil der Geschichte meines Landes bleiben, das eine besondere Verantwortung fuer Israel und das juedische Volk traegt.“ Diese Verantwortung stelle eine zusaetzliche Gewaehr dafuer dar, dass dem Rassenhass und und der Idee der rassischen Ueberlegenheit Widerstand entgegengesetzt wird.
Unter den Gaesten befanden sich diplomatische Verteter aus Lettland, Litauen, Polen, der Ukraine, Belarus und der Tuerkei. Der Europarat war mit einer groesseren Delegation vertreten.
Die Teilnehmer der Konferenz sprachen rusissch, englisch, deutsch, franzoesisch und spanisch, aber alle verstanden sich und sprachen eine gemeinsame Sprache, die der Freundschaft, der Wertschaetzung, und des Gedenkens an das Vergangene als Mittel dem Boesen, und der Gewalt in der Gegenwart zu widerstehen.
Besonders herzlich empfingen die Teilnehmer einen aussergewoehnlichen Gast : Eva Schloss, die den tragischen Weg der europaeischen Juden durch Auschwitz gegangen ist. Das bemerkenswerte Schicksal dieser Frau, in Oesterreich geboren, vor den Faschisten nach Amsterdam geflohen wohnte sie im gleichen Haus wie die Familie Frank. Durch Verrat kam die Familien ins KZ, Vater und Bruder kamen um. Eva wurde zusammen mit Annes Vater Otto in Auschwitz befreit. Die wie durch ein Wunder gerettete Mutter heiratete nach dem Krieg Otto Frank und so wurde Eva zur Stiefschwester von Anne Frank. Und daher war es von besonderer Bedeutung, wenn sie bei der Eroeffnung der Ausstellung „Die Welt der Anne Frank“ anwesend war. Eva Schloss kam zum ersten Mal nach Moskau und brachte ihr Erinnerungsbuch und die Militaerkleidung mit, die sie bei der Befreiung von Soldaten der Roten Armee erhalten hatte.
Die Organisatoren hatten eine besondere Ueberraschung selbst fuer Eva Schloss vorbereitet: auf die Buehne kamen drei der ehemaligen Soldaten, die Ende 1945 Auschwitz befreit hatten, eine symbolischere und bewegendere Begegnung als die der Befreier und der Befreiten ist wohl kaum denkbar. Heute sind Jakow Winitschenko, Iwan Martynuschkin, Jurij Riwas-Krawkow schon betagt. Aber sie sind einige von Millionen von Soldaten der Roten Armee, die Juden gerettet und die gesamte Menschheit vom Uebel des Faschismus befreit haben. Der Praesident der REK Jurij Kanner dankte allen, die sich heute aktiv dem Aufkommen von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit widersetzen und ueberreichte eine Urkunde ueber einen vom REK gepflanzten Oelbaum in Nazareth an Alla Gerber, Ilja Altman, Jurij Dombrowskij und Boris Basjukow. Er unterstrich den entscheidenden Beitrag der Sowjetunion im Kampf gegen den Faschismus. Der Tag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee wurde zum Internationalen Holocausttag und Russland ist eines der wenigen Laender, das diesen Tag bis heute nicht in den Rang eines nationalen Gedenktages erhoben hat.
Es ist unbedingt notwendig, diesen Tag offiziell anzuerkennen, um der Geschichte gerecht zu werden und an die Verbrechen des Faschismus zu erinnern: denn jedes Volks kann zum Opfer eines Genozids werden.
Entsprechend der Tradition des Gedenkabends wurden die Sieger des 10. internationalen Holocaustwettbewerbs: „Holocaust - Erinnerung und Mahnung“ geehrt. Die elf Sieger unter den 1775 Teilnehmern wurden nach Moskau zur Gedenksoiree eingeladen. Es gratulierten
der Direktor des Info- Zentrums der UNO in Moskau, Aleksandr Gorelik, der Vorstand des Projekts „Die Wuerde zurueck geben“, Jurij Dombrowski und der Direktor des Eben-Ezer Fonds, Boris Wasjukow.
Die emotionale Komponente des Abends unterstrich der juedische Chor unter Leitung von Aleksandr Zaljuk; von symbolischer Bedeutung war der Auftritt des Ensembles von Roma „Schwarze Augen“ die fuer ein anderes Volk stehen, das Opfer des Nazi-Genozids wurde. Besonderen Glanz erhielt der Abend durch die Darbietung der Volkskuenstlerin Russland Tamara Gwerziteli, die den Zuhoeren noch lange im Gedaechtnis bleiben wird.
Russische Schueler und Studenten erforschen die Geschichte des Holocaust
25 Januar 2012 25. Januar 2012
In Moskau wurde auf dem „Poklonnaja Huegel“ vom Zentrum und Fonds „Holocaust“ und dem Juedischen Museum die 12. Internationale Schueler- Jahreskonferenz „Holocaust – Erinnerung und Mahnung“ veranstaltet, an der 20 SchuelerInnen der hoeheren Klassen und ihre Betreuer aus der Ukraine, Belarus und Russland (von Kaliningrad bis zum Ural) teilnahmen.
Thema der Plenarsitzungen waren der Umgang mit historischen Quellen, Geschichte der Shoah anhand der Beispiele der Region Czermowitz und Pskow.
Einzelne Sektionen befassten sich mit den „Gerechten unter den Voelkern“ und „Holocaust in Literatur und Kunst“. Die Arbeiten der Schueler stellen eine wertvolle Hilfe fuer die Mitarbeiter von Yad Vashem dar und es bleibt zu hoffen, dass auch dank dieser Ergebnisse noch eine groessere Zahl von Gerechten identifiziert wird.
Auf dem Konferenzprogramm stand auch eine Fuehrung durch das Museum und ein Treffen mit Eva Schloss, der Adoptivtochter von Anne Franks Vater.
Internationaler Holocaustgedenktag: Veranstaltungsprogramm in Moskau
24 Januar 2012 24. Januar 2012
Am 26. und 27. Januar finden in Moskau eine Reihe von Gedenkveranstaltungen anlaesslich des internationalen Holocausttages statt.
Am 26 Januar 16.30 Uhr wird in der Gedenksynagoge die Ausstellung „Die Welt der Anne Frank“ eroeffnet in Anwesenheit des niederlaendischen Botschfaters Onno van Elderenbosch und der Leiterin des Anne Frank Hauses und Adoptivtochter Otto Franks Eva Schloss. An der Eroeffnung nehmen auch die Sieger des 10. Holocaustwettbewerbs teil.
Um 19 Uhr beginnt die Gedaechtnissoiree, die vom Russisch- Juedischen Kongress, dem Fonds und Zentrum „Holocaust, der Bewegung „eine Welt gegen den Nazismus’ organisiert wird.
Soiree zum Internationalen Holocaustgedenktag im Moskauer Haus des Kinos
24 Januar 2012 24. Januar 2012
Die israelische Botschaft in Moskau und Zentrum und Fonds „Holocaust“ veranstalteten im Vorfeld des internationalen Holocausttages einen Gedenkabend im Haus des Kinos, der von der israelischen Botschafterin eroeffnet wurde, gefolgt vom Verlesen eines Gebetes fuer die Verstorbenen und des 83. Psalmes durch hohe religioese Repraesentanten. Neben dem stellvertretenden russischen Aussenminister Michail Bogdanow und dem Vorstand von Fonds und Zentrum „Holocaust“ Alla Gerber und Ilja Altman nahmen auch die Sieger des 10. Holocaustwettbewerbs an der Zeremonie teil.
Im Mittelpunkt stand der Bericht des Filmemachers Boris Mafzir ueber das Yad-Vashem-Projekt, die Namen der Ermordeten zu sammeln. Mafzir zeigte zu diesem Thema seinen neuen Dokufilm „Auf den Spuren des verlorenen Gedenkens“
Der Generalsekretaer des Euro-Asiatischen Juedischen Kongresses (EAEK) Prof. Michail Tschlenow stellte fest “Fuer uns ist unbedingt wichtig, dass in Russland wie in der gesamten zivilisierten Welt der Internationale Tag der Holocaustopfer offiziell anerkannt wird. In Russland ist eine bedeutende Zahl von Juden umgekommen und gibt es hunderte Orte der Massenvernichtung wie die Schlangenschlucht bei Rostow. Moeglicherweise sollte ein Staatsfeiertag zum Gedenken an die Shoah-Opfer eingefuehrt werden, wie es in andern Laendern geschehen ist. Dies koennte eine Schutzwirkung gegen Antisemitismus und Xenophobie sein, die keineswegs uebefluessig waere.“
Tel Aviv: Praesentation des Films „Auf den Spuren des verlorenen Erinnerung“
23 Januar 2012 23. Januar 2012
Der Repraesentant des Russischen Holcaustzentrums in Israel, Gregory Reikhmann nahm an der Erstauffuehrung des Films „Auf den Spuren der verlorenen Erinnerung“ teil.
Der Direktor des Russischen Kulturzentrums, Prof. Aleksandr Krjukow unterstrich die Rolle des russischen Holocaustzentrum als aktivem und kompetentem Partner von Yad Vashem, das seinen Teil zur Wahrung der Erinnerung und die Vermittlung der Wahrheit ueber den 2 WK und den Holocaust beitrage und an die naechste Generation weitergaebe.
Ergebnisse des 10 internationalen Wettbewerbs „Lehren aus dem Holocaust – Wege zur Toleranz“
16 Januar 2012 16. Januar 2012
Am 10. Internationalen Wettbewerb nahmen 1775 Schueler, Lehrer und Studenten aus 12 Laendern und 71 Regionen Russlands teil. Die Gewinner wurden nach Moskau eingeladen.
Sieger bei den Schuelern wurde:
Aleksandra Abramowna (Czernowitz /Ukraine) mit einer Studie ueber „Die rumaenische Version des Holocaust - die Strategie der Vertreibung“. Betreuende Lehrerin: Natalja W. Abramowna.
Marija Wassiljewa (Region Pskow) mit dem Beitrag „E.I. Iwanowa - die zweite Mutter Boris Kaminarows“. Betreuende Lehrerin: Olga S. Grigorjewa
Mark Sajfutdinow (Orenburg) mit „Versuch einer Analyse des Gedichts „Kaddisch“ von A. Galitsch, betreuende Lehrerein Lidija A. Saiganowa
Die Sieger bei den Studenten waren;
Anna Arsenowa (Rostow am Don) mit „ Die Tragoedie der Schlangenschlucht und die Bewahrung des historischen Gedaechtnisses. Betreuender Professor: Sergej A. Spagin,
Julia Bachir (Witebsk /Belarus) mit „Das Witebsker Ghetto waehrend des Grossen Vaterlaendischen Krieges“. Betreuender Professor: Rostislaw W. Timofejew
Marija Giljowa (Archangelsk) „Abseits stehen? Die Haltung der amerikanischen Gesellchaft zur Katastrophe von 1933-45“. Betreuender Professor: Aleksej E. Feld
Die Sieger in der Kategorie Lehrer waren:
Oksana W. Zarubina (Nischnjewartowsk) mit der Arbeit „Gedenken an den Holocaust - Wege zur Toleranz“
Olga L. Stepanowa (Iwanowo) mit „Silent witnesses“ im Webquest- Format
Jelena W. Hodscher ( Nikolajewsk am Amur) mit “ Kunst hinter dem Stacheldrahtzaun“
Die Sieger in der Gruppe kreative Ansaetze waren:
Julia Rubin (Zarajsk -Region Moskau) „Ewiges Gedenken an die Opfer des Holocaust“. Betreuender Lehrer: Raissa N. Schtiff
Aleksandra Stoljarowa (Saransk - Mordwinische Republik) mit der Erzaehlung „Den Namenlosen. Betreuende Lehrererin: Ljudmila W. Tarassowa
Vorsitzender des Holocaust-Zentrums in Israel unter den Preistraegern der Website der Allisraelischen Assoziation der „Ueberlebenden der Konzentrationslager und Ghettos“
13 Januar 2012
13. Januar 2012
Von den 80 Autoren, die regelmaessig Beitraege fuer die Webseite liefern, wurden 11 Autoren mit Unterstuetzung des Genesisfonds ausgezeichnet: zu ihnen gehoert auch der Repraesentant des Russsichen Holocaust Zentrums in Israel, Gregory Reikhman.
Ehemalige Gefangene der Nationalsozialisten gratulieren Alla Gerber
03 Januar 2012 3. Januar 2012.
Die Vorsitzende des allisraelischen Assoziation „Ueberlebende der Konzentrationslager und Ghettos“ Gita Koifman und ihr Stellvertreter Dr Sergej Suschon sandten Alla Gerber ein Glueckwunschtelegramm zu ihrem 80jaehrigem Geburtstag in dem es heisst: „In Ihnen gruessen wir eine der Gruender- und Leitungspersoenlichkeiten des Holocaust-Fonds: uns in Israel stehen immer wieder die positiven Ergebnisse ihrer Arbeit vor Augen, besonders in ihrer Zusammenarbeit mit den Organisationen der ehemaligen Gefangenen in Israel. Dank Ihnen sind wir immer auf dem Laufenden ueber die Ereignisse in Russland, dem Widerstand gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit, Holocaustleugnung und Revisionismus der Ergebnisse des 2 WK. Wir verfolgen bestaendig die Aktivitaeten im Museum auf dem Poklonnaja- Huegel, die dem Holocaust und dem Heldentum des sowjetischen Judentums gewidmet sind.
Wir kennen Sie als Mitautorin des ersten russischen Schulbuches zum Thema „Die Geschichte des Holocaust auf dem Territorium der UdSSR“ das, als es 2001 in einer Auflage von 1000 Exemplaren erschien, eine Welle antisemitischer Ausbrueche hervor rief. Sie sind eine der fuehrenden Persoenlichkeiten der antifaschistischen Bewegung in Russland, die eine entscheidende Rolle bei der Zerschlagung des deutschen Nationalsozialismus gespielt hat.
Jedes Jahr kommen mit ihnen russische Lehrer nach Israel, die nicht nur die Geschichte der Shoah und des juedischen Widerstands studieren, sondern auch unser Land kennen lernen und es als Freunde Israels verlassen. Wir freuen uns, dass ihnen vor kurzem die Gedenkmedaille zum 65. Jahrestag des Sieges ueber den Nationalsozialismus verliehen wurde. Ihnen gebuehrt diese Auszeichnung fuer Ihre Beharrlichkeit, das Gedenken an den Krieg, den Holocaust und die Wiedergeburt unseres Volkes wach zu halten. Demnaechst erhalten Sie als Geschenk des Holocaustfonds und –zentrums das von der „Helping Hand Coalition“ herausgegebene Buch „Zum Leiden geboren?“. Ich gruesse Sie noch einmal, verehrte Alla Efremowa: zu ihrem Ehrentag wuensche ich Ihnen viel Gesundheit, Wohlergehen und Erfolg bei Ihrem vielfaeltigen Engagement“
Neues Lehrmaterial vom Holocaust Zentrum ueber die „Gerechten unter den Voelkern“
01 Januar 2012
Zum Jahresbeginn stellt
das Holocaust Zentrum den russischen Lehrern neues Lehrmaterial, herausgegeben
von I. A. Altman und D.I. Poltorak, zur Verfuegung. Das Lehrpaket “Die
Gerechten in Russland 1941-1945“ im Verlag „Russkoe Slovo“ 2011, 56 S. besteht
aus einer Dokumentensammlung und methodologischen Empfehlungen.
Der erste Teil
enthaelt Dokumente und Augenzeugenberichte, Karten und Fotos,
einunddreissig Berichte von den Rettern
oder den Geretteten sowie Beschreibung und Fotos der Medaillen und Urkunden.
Der zweite Teil
in Form einer separaten Broschuere bietet methodologische Empfehlungen fuer den
Gebrauch des Lehrpakets an.
Die Ausgabe
umfasst Dokumente und Fotografien ueber die bewegendsten Berichte, wie
russische Buerger Juden retteten. Es werden auch einige Dokumente von
geretteten Juden, die in Russland lebten oder noch leben aus allen Regionen,
die waehrend des Krieges besetzt waren.
Bestellungen koennen gerichtet werden an center@holofond.ru