Israel: Aschod Unterricht nicht aus dem Lehrbuch
27 November 2011 27.November 2011.Der Repraesentant des Russischen Holocauszentrums in Israel, Gregorij Reikhmann, nahm als Uebersetzer an der Vorstellung eines neuen aussergewoehnlichen Bildungsprojektes zum Studium des Holocaust und des heldenhaften Widerstandes in Aschod, Israel teil.
An dem Projekt „Unterricht nicht aus dem Lehrbuch“ nahmen mehr als 20 Schueler der hoeheren Klassen der dortigen staatlichen Bekenntnisschule „Makif bet“ teil.
Als Lehrer fuer das fuer die Herausbildung einer juedischen Identitaet so wichtige Thema waren anstelle von Wissenschaftlern ueberlebende Zeugen der Tragoedie eingeladen, 13 Mitglieder der Vereinigung „Amut Zikaron“ (Gedaechtnis), in der sich mehr als 500 ehemalige Insassen von Ghettos und KZs zusammengeschlossen haben, die in Aschod leben. Die meisten von ihnen kamen mit der Massenalijah (Einwanderung nach Israel) Anfang der 90ger Jahre nach Israel.
Runder Tisch „Der Nuernberger Prozess und die neue Weltordnung“ in Kiew
25 November 2011 25. Novermber 2011.Anlaesslich des 65. Jahrestages der Verkuendung der Nuernberger Urteile nahm der Co-Vorsitzende des Holocaust Zentrums, Ilja Altman im Rahmen einer zehnkoepfigen russischen Delegation an einem Runden Tisch „Der Nuernberger Prozess und die neue Weltordnung“ in Kiew im der Diplomatischen Akademie teil, der von grossem Medieninteresse begleitet wurde.
Russland war vertreten u,a. durch Justizminister Konowalow, den Dumaabgeordneten W. Medinski und die Journalisten S. Kudrjaschow, Archangelskij und Wenediktow.
Auf den Nuernberger Prinzipien, die zur Grundlage fuer die Kodifizierung des Voelkerrechts und die Schaffung von internationalen Strafgerichtshoefe in der Nachkriegszeit geworden sind, kann heute ein konstruktiver Dialog ueber die Prioritaet der Menschenrechte und die Herausbildung nationaler Identitaeten aufbauen. Dabei kann die Diskussion ueber den Nuernberger Prozess einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem gemeinsamen historischen Gedaechtnis der GUS-Staaten und Europas an den 2. Weltkrieg darstellen.
Eine solche Veranstaltung ist fuer die Ukraine von besonderer Bedeutung, da fuer sie die Urteile von Nuernberg mit schmerzlichen Erinnerungen verbunden sind
10. November 2011 Holocaust-Denkmal in Ljubabitsch eingeweiht
10 November 2011
Ein
Denkmal, das an die Ermordung von
483 Juden aus dem Ort durch die
deutschen Besatzer und ihre Helfer im November 1941 erinnern soll, wurde in der westrussischen Stadt Ljubawitsch (
Bez. Smolensk) eingeweiht. Dort finden sich die Namen von 74 Opfern, die vom Dokumentationszentrum Yad Vashem
identifiziert werden konnten. Das Denkmal wurde auf Initiative des Moskauer
Holocaust Zentrums und des Russisch-Juedischen Kongresses im Rahmen des
Projektes „ Die Wuerde zurueck geben“ errichtet, als erstes dieser Art in
Zusammenarbeit mit den russischen evangelischen Kirchengemeiden entstanden wurde
es in der Woche der Bruederlichkeit eingeweiht.
Tausende evangelische Christen haben zu dem Werk des Bildhauers Alexej Samlely und des Archtitekten Wladislaw Kondratjew
beigetragen und in einer Granitplatte den Satz „Wir bitten um Vergebung“
eingelassen.
Bei der Einweihung
sprachen der Ljubawitscher Rabbi Jitzchak(Isaak?) Kogan und der Leiter
der Moskauer Bronnaja Synagoge und Rabbi fuer das Smolensker Gebiet, Levi Mondschein das Kaddisch. An der Zeremonie nahmen neben
dem Vertreter des Moskauer Holocaust-Zentrums Ilja Altman, dem Praesidenten des Russisch-Juedischen Kongresses
Jurij Kanner, dem stellvertretenden Gouverneur des Smolensker Gebietes Sergej Gorjunow und Vertretern des Diplomatischen
Corps und verschiedener Organsationen
auch die Augenzeugin Anastasia Poljakowa teil.
Ljubawitsch, in dem ueber 300 Jahre Juden lebten, war eines der wichtigsten Zentren des
Chassidismus. Es war von 1813 bis 1915
das Zentrum der Chabad Lubawitscher Bewegung,
die von hier aus Rabbis in Gemeinden in i Europa und den US schickten.
Dies war ein Grund fuer ein besonders grausames
Vorgehen gegenueber der juedischen Bevoelkerung, die erschossen,
erschlagen oder lebendig begraben wurde.
Ueber Jahre
war am Ort der Exekutionen, einem Hohlweg auf dem Gelaende eines Schlachthofes
lediglich ein Rechteck mit einem fuenfzackigen Stern angebracht-ohne Inschrift.
Erst 2002 stellten russische und deutsche Studenten dort eine Gedenktafel auf.