Adresse: 115035, Russland, Moskau, Sadovnicheskaya St. 52/45
Russisches Forschungs-und Bildungszentrum "Holocaust"
(map).
Fernruf/Fax: (499) 995-21-82, (495) 953-33-62
E-mail: center@holofond.ru
English Русский

Schirinowski und der Holocaust: ein gefaehrliches Wortspiel

2. Maerz 2012
 In einem programmatischen Aufsatz „ Wenn es dem russischen Volk gut geht, geht es allen gut“, der am  1. Maerz in der „Russlaendischen Zeitung“ publiziert wurde, schlug der Praesidentschaftskandidat und Fuehrer der LDPD vor, in unserem Land ein „Institut des russischen Holocaust im XX. Jahrhundert“ zu gruenden . Dazu Ilja Altman: „Dieser Vorschlag entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn der „Sohn eines Juristen“ seinen Aufsatz mit der Bemerkung beendet dass er keine Fremdwoerter akzeptiert“ ( wie Konstitution, Praesident usw) Aber die Anwendung  des Terminus „Holocaust“ auf  den Tod  von Millionen von Menschen unseres Landes nach 1918 ist ebenso unwissenschaftlich  wie die Anwendung dieses Begriffs auf die Indianer Amerikas“  Es sei daran erinnert, dass „Schirinowski Ende der 90ger Jahre den Tag des Holocaustgedenkens als merkwuerdigen Feiertag bezeichnete und eine Schweigeminute fuer die Opfer ablehnte. Er sprach sich im Gegensatz zu den anderen Praesidentschaftskandidaten nicht fuer den Vorschlag des REK aus, die Foderung nach Einfuehrugn eines Gedenktages fuer die Holocaustopfer und  Befreier in das Wahlprogramm aufzunehmen. Es ist fuer uns keine Grund zur Freude, dass dieser Begriff, der vor 20 Jahren eingefuehrt wurde nun eine so absurde Interpretation erfaehrt.
 
Druckversion