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Resolution der VII. Internationalen Konferenz “Lehren aus dem Holocaust und das heutige Russland” zum Gedenken an den Holocaust

14th August 2012

Wir, die Repraesentaten von 13 Staaten (Weissrussland, Grossbritannien, Deutschland, Israel, Lettland, Moldawien, Russland, USA, Ukraine, Finnland, Frankreich, Schweiz, Estland) – die an der Konferenz zur Geschichte des Holocaust im Sueden Russlands und dem Schicksal der juedischen Intelligentsia im zweiten Weltkrieg teilnehmen, sehen es als notwendig an, dass:

1) Sich an die Parlamente der postsowjetischen Staaten gewand wird, die noch nicht den von der UN beschlossenen Holocaustgedenktag eingerichtet haben. Wir unterstuetzen die Versuche einiger Organisationen einen Nationalfeiertag in Russland, im Gedenken an die Opfer des Holocaust und des Krieges, sowie die Befreier der Vernichtungslager, einzurichten.

2) Alle staatlichen Institutionen in den postsowjetischen Laendern dazu anzuhalten, jede Form von Holocaustleugung und – relativierung zu bestrafen und Informationen ueber den Holocaust in Museen und Bildungsmaterialien zu verbreiten.

3) Die regionalen Regierungen dazu anzuhalten, alle Orte des Massenmords an den Juden zu erhalten und die Texte auf Gedenkplaketten zu vereindeutigen.
4) Auf die Regierung von Rostov-on-Don zuzugehen, damit dort die Gedenkstaette "Zmievskaya Balka" auf das Niveau moderner, geschichtswissenschaftlicher Erkenntnisse ueber die Massenermordungen gebracht wird.

5) Die oeffentliche Forderung, Alexander Aronivich Pecherskz, dem Anfuehrer des Aufstandes in Sobibor, posthum den Titel des Helden Russlands zu verleihen und diesen unter seinen noch lebenden Genossen aufzuteilen - S. Rosenfeld (Israel), A. Vayspapir(Ukraine) and A. Weitzen (Russland).

 

 
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