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Eröffnung des Holocaustmahnmals in der Stadt Monastyrschtschina (Smolensker Oblast)

24. November 2013

Eröffnung des Holocaustmahnmals in der Stadt Monastyrschtschina (Smolensker Oblast)

Am 24. November wurde in Monastyrschtschina ein rekonstruiertes Mahnmal zu Ehren der Opfer des Holocaustes eröffnet, das im Rahmen des Projekts „Würde zurückgeben“ wiedererrichtet wurde. Die Eröffung wurde vom Russisch-jüdischen Kongress gemeinsam mit dem Russischen Forschungs- und Bildungszentrum Holocaust initiiert.

In der Herbst-Winter-Offensive 1941-1942 wurden in Monastyrschtschina durch die Nationalsozialisten und ihrer Hilfspolizei mindestens 1200 Juden erschossen, darunter auch Kinder. Nur wenige Menschenleben konnten durch Widerstandskämpfer und Bewohner versteckt werden und überlebten die Tötungsaktion.

Das erste Denkmal wurde auf Initiative Efim Sosin 1967 erbaut und durch gesammelte Spenden Angehöriger und Verwandter der Opfer finanziert. Der künstlerische Entwurf des Beton-Granit-Oberliskens stammte von Eruwim Malkin. Auf der Erinnerungstafel wurde mindestens 250 Namen der Opfer genannt.

Die Aufschrift der neuen Erinnerungstafel 2013 lautet: „In Erinnerung an die erschossenen Juden von Monastyrschtschina und Dudin. Errichtet im Rahmen des Projektes „Würde zurückgeben“ des Russisch-jüdischen Kongresses und des Russischen Forschungs- und Bildungszentrums Holocaust unter praktischer Hilfe der evangelischen Christen Russlands. Wir erinnern uns. Verzeiht uns!“

Bedeutende finanzielle und organisatorische Unterstützung für die Rekonstruktion und Aufstellung des Denkmals leisteten Vertreter anderer Konfessionen, vor allem die Stiftung „Ewin Eser“ – evangelische Christen Russlands. Unterstützung leisteten zu dem die Kuratoriumsmitglieder des Russisch-jüdischen Kongresses: Saimon Wain, Jakob Kaller und Peter Schtschelischtsch.

Es ist schon das dritte Denkmal im Smolensker Gebiet, das im Rahmen des Projektes „Würde zurückgeben“ aufgestellt wurde. Zwei andere, darunter die Allee der Gerechten unter den Völkern für die Bewohnerinnen und Bewohner Smolensk wurden 2011 und 2012 in Lubawitschi eröffnet und erhielten große internationale Resonanz.

An der Zeremonie nahmen der Präsident des Russisch-jüdischen Kongresses Juri Kanner, Gennadi Tarasow, der das Massaker überlebte, der Co-Vorsitzende des Russischen Forschungs- und Bildungszentrums „Holocaust“ Dr. Ilja Altman, der Regierungschef der Region Monastyrschtschina Alexander Golub, der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Smolensk Dimitri Lewant, der Nationaldirektor der Stiftung „Ewin Eser“ in Russland Boris Wasjukow, der Pressebeauftragte der Botschaft Israel in Russland Aleks Kagalski und der zweite Vertreter des deutschen Botschafters in Russland Rolf Moormann teil.

Der Vertreter des Hauptrabbiners der Moskauer Choral-Synagoge Schimon Lewin sprach das Totengebet.

 
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