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Russisches Forschungs-und Bildungszentrum "Holocaust"
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Eröffnung eines neuen Denkmals für die Opfer des Holocaust in Russland

08. Dezember 2013

Im Dorf Ilino im Twersker Oblast, 350 km vom Oblastzentrum entfernt, fand am 08. Dezember die Eröffnung des rekonstruierten Denkmals für die Insassen des Ghettos und deren Befreier statt. Dieses Denkmal wurde im Rahmen des Projektes „Würde zurückgeben“ durch den Russisch-jüdischen Kongress und das Russische Forschungs- und Bildungszentrum „Holocaust“ errichte und durch jüdische Organisationen des Oblastes mit Hilfe der Oblastverwaltung rekonstruiert.

In der Nacht vom 24. zum 25. Januar 1942 befreiten Kämpfer der 252. Schützendivision der Roten Armee am Dorfrand Ilinos ungefähr 200 Insassen des im Herbst 1941 gegründeten Ghettos. In den Tagen zuvor kam es zur Erschießung von ungefähr 80 Juden in den umliegenden Dörfern durch deutsche Soldaten. Diese veranlasste auch, dass die Insassen des Ghettos nächtelang im Frost ausharren mussten, immer in der Angst jederzeit erschossen werden zu können.

Ilino war neben Kaluga das erste Ghetto Europas, das befreit werden konnte. 2000 wurde dort zunächst ein Denkmals zu Ehren der Befreier des Ghettos durch die jüdische Gemeinschaft Twers eröffnet. Die Eröffnungszeremonie des erneuerten Denkmals wurde durch den Leiter der jüdischen Gemeinschaft Twers, dem Verdienten Arzt Russlands, Igor Elgardt durchgeführt. An der Eröffnung nahmen die Verwaltungsleiterin des Dorfes Elena Cholopowa, der Co-Vorsitzende des Russischen Forschungs- und Bildungszentrum „Holocaust“ und Berater des Präsidenten des Russisch-jüdischen Kongresses Ilja Altman, der Hauptrabbiner Twers Ewgeni Rosenweig und andere Personen teil.

Besonders bewegend waren die Erinnerungen ältere Frauen und Mütter an die Hilfe für Insassen des Ghettos durch die Bevölkerung Ilinos.

 
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