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Russisches Forschungs-und Bildungszentrum "Holocaust"
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Russische Protestanten bewahren das Gedenken an den Holocaust

01. Januar 2014

Am 30. Dezember fand in einer kleinen Synagoge im Zentrum Moskaus die ordentliche Sitzung der Projektgruppe „Gedenken an den Holocaust“ statt. 15 Vertreter führender protestantischer Kirchen in Russland, die aus Moskau, St. Petersburg und Jaroslaw angereist waren, teilten ihre Erfahrungen in der Durchführung von Bildungs- und Erinnerungsprojekten.

Der Nationaldirektor der Stiftung „Ewin Eser” Boris Wasjukow erfuhr im Mai 2010, dass in Russland bis zu diesem Zeitpunkt noch mehr als 400 Orte des Holocaust verzeichnet, an denen keine Mahnmale erbaut oder Hinweise zu den Nationalitäten der Opfer veröffentlicht worden. „Wir haben uns dazu entschieden, in unseren Kirchen über den Holocaust zu erzählen, auf unserer Internetseite Fotografien der Orte zu veröffentlichen und Spenden zu sammeln. Die Idee ein Mahnmal und einen Allee der Gerechten Russlands in Ljubawutschi zu errichten, rief große Resonanz hervor. Wir haben nicht nur 70.000 Dollar gesammelt, sondern auch Künstler und Architekten, die unsere Ideen realisierten.Wir waren an der Erbauuung und Rekonstruktion einiger Mahnmale beteiligt. Das letzte wurde im November 2013 in Monastyrschtschino im Smolensker Oblast eröffnet. Die enge Zusammenarbeit mit dem Russisch-jüdischen Kongress und dem Russischen Bildungs- und Forschungszentrums „Holocaust“ ermöglichte uns nicht nur die Errichtung von Denkmälern, sondern auch Bildungsprojekte zum Thema Holocaust ins Leben zu rufen. Bisher haben einige Pastoren Seminare in Yad Vashem absolviert. Sie erzählen jetzt selbst in den Kirchen über den Holocaust und die Gefahren des Holocaust für Russland. Unser Plan für das Jahr 2014 ist, in mindestens 15 Städten Russlands am Gedenken der Opfer des Holocaust mitzuwirken,“ erklärte Boris Wasjukow.

 
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