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Russisches Forschungs-und Bildungszentrum "Holocaust"
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Russland – Moskau – Zentrales Haus der Literaten. Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.

27. Januar 2014

Am 27. Januar fand im großen Saal des Zentralen Haus der Literaten eine Gedenkveranstaltung anlässlich des Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust und der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee statt. Der internationale Gedenktag geht auf eine Resolution der Vereinten Nationen vom 01. November 2005 zurück, in der beschlossen wurde den Opfern des Holocaust an diesem Tag weltweit zu gedenken.

Der Abend wurde vom Forschungs- und Bildungszentrum Holocaust durchgeführt, unterstützt durch die Stadt Moskau, der Botschaft Israels in Russlands, dem Russisch-jüdischen Kongress Russlands und der Föderation jüdischer Gemeinden in Russland. An der Veranstaltung nahmen Kriegsveteranen, ehemalige Konzentrationslagerinsassen, staatliche und gesellschaftliche Persönlichkeiten Russlands, Vertreterinnen und Vertreter über 20 ausländischer Botschaften, Künstlerinnen und Künstler, Studierende und Pädagoginnen und Pädagogen.

Ein Befreier des Vernichtungslagers, der Veteran der 60. Armee der 1. Ukrainischen Front Iwan Martynuschkin, berichtete über die Ereignisse des 27. Januars 1945 in Auschwitz. Die Botschafterin Israels Frau Dorin Golender übergab die Medaille für die Gerechten unter den Völkern an die Enkel und Urenkel Kamila Matuls, einer Retterin von Jüdinnen und Juden in der Zeit des Holocausts in Daugavpils (Lettland).

An dem Abend traten als Gäste auf: Der mehrmalige Schachweltmeister Anatoli Karpow, das Mitglied der Gesellschaftlichen Kammer der Russischen Föderation Nikolai Swanidge, der Präsident des Russisch-jüdischen Kongress' Juri Kanner, der Geschäftsträger Deutschlands in Russland Herr Georg Birgelen, der jüdische Männerchor des Russisch-jüdischen Kongress' unter der Leitung Aleksandr Zaljuk. Wäherend des Abends wurden historische Filmaufnahmen der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz gezeigt.

Zusätzlich wurden die 12 Preisträgerinnen und Preisträger des 12. Internationalen Wettbewerbs von Schülerinnen und Schüler, Lehrenden und Studierenden „Erinnerung an den Holocaust – Weg zur Toleranz“ ausgezeichnet. Durch den Abend führte das Mitglied der Gesellschaftlichen Kammer der Russischen Föderation und Vorsitzende des Russischen Forschungs- und Bildungszentrums „Holocaust“ Alla Gerber.

Gerahmt wurde die Veranstaltung durch zwei Ausstellungen im Foyer des Zentralen Haus der Literaten. Zu sehen waren Plakate über den Holocaust, angefertigt von russischen Studierenden, und Zeichnungen des ehemaligen Konzentrationslagerinsassen Josef Bau. Die Tochter Josef Baus präsentierte seine Zeichnungen, die als Leihgabe der Israelischen Botschaft gezeigt werden konnten.

 
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