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Krakau. Konferenz „Dokumente zur Geschichte des Holocaust in Osteuropa“

In Krakau endete die dreitägige Konferenz „Dokumente zur Geschichte des Holocaust in Osteuropa“. Die Veranstaltungen fanden in den Räumen des Museums der Geschichte der Juden in Galizien, im Institut für Jüdische Studien der Jagellonskij Universität und im staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau statt.

Über das Informationspotenzial und den Zugang zu archivarischen und Museumsbeständen zur Geschichte des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs berichteten Historiker und Archivare aus Russland, Belarus, Litauen, Moldawien, Österreich, Belgien, Deutschland, Israel, Kanada, den Niederlanden, Polen, Tschechien und den USA auf. Ilja Altman stellte in seinem Vortrag „Die Rote Armee und der Holocaust“ die Besonderheiten der Dokumentation des Vernichtungsprozesses und der Rettung der sowjetischen Juden durch die Politische Abteilung der Roten Armee vor, welche in Echtzeit stattgefunden hat.

Kirill Feferman berichtete über die Möglichkeiten und Einschränkungen der Arbeit in russischen staatlichen und amtlichen Archiven für ausländische Historiker.
Über die Bestände der RGASPI erzählte der Direktor des Archivs Andrej Sorokin.
Über die Resultate und Perspektiven der Holocaustforschung in Osteuropa sprachen berühmte Historiker wie Jan Grabowski (Ottawa University) und Dieter Pohl (Universität Klagenfurt). Arkadi Selzer (Institut Yad Vashem) machte eine Analyse der Reaktionen sowjetischer Soldaten und Offiziere auf den Holocaust.

Vertreter der Archive Yad Vashems, des Holocaustmuseums in Washington und der Archive von Museen und Gedenkstätten in Polen stellten ihre Erfahrungen vor.
David Fischman aus den USA stellte die Ergebnisse des vor 25 Jahren begonnen gemeinsamen Projektes des Theologischen Seminars (New York) und der RGGU (Moskau) vor. Ziel ist es, in russischen und ukrainischen Archiven Führungen zur jüdischen Geschichte anbieten zu können.
Die Teilnehmer der Konferenz besuchten außerdem das außergewöhnliche Museum der ehemaligen Fabrik Oskar Schindlers in Krakau und die vor kurzem eröffnete russisch-israelische Ausstellung im Museum von Auschwitz.

Die Konferenz wurde vom Europäischen Netzwerk für Holocaustforschung (EHRI) organisiert.

 
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