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Russisches Forschungs-und Bildungszentrum "Holocaust"
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Das internationale Forum „Der Holocaust: 70 Jahre später“ in Moskau

Das internationale Forum „Der Holocaust: 70 Jahre später“ fand vom 22.- 26. Juni in Moskau statt. Es wurde vom russischen Holocaust Zentrum, der Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität (RGGU), sowie dem Institut für Zeitgeschichte (Deutschland) organisiert und vom Russisch- Jüdischen Kongress unterstützt. Forscher und Lehrer aus 20 unterschiedlichen Regionen Russlands und aus 12 Ländern der Welt nahmen an dem Forum teil. Innerhalb des Forums wurde die Internationale Konferenz  „Lehren aus dem Holocaust und heutiges Russland“ organisiert, deren Diskussionsrunde in der Russischen Stattlichen Geisteswissenschaftlichen Universität statt fand.
Die Eröffnung des Forums fand in der Holocaust Erinnerungs-Synagoge in Anwesenheit der Botschafter Bulgariens, Ungarns, Deutschlands und Israels sowie armenischer, belarussischer und türkischer Diplomaten und Repräsentanten des Auswärtigen Amtes der russischen Förderation und der Regierung Moskaus statt. Vorsitzende jüdischer Organisationen und evangelische Baptisten hielten Eröffnungsvorträge und der Direktor der RGGU, Prof. E. I. Pivovar, begrüßte alle Teilnehmer. Die Wichtigkeit und die verschiedenen Eigenschaften des Forums wurden in den Vorträgen des Co-Vorsitzenden des russischen Holocaust Zentrums, Ilya Altman, und der Präsidentin des Holocaust Fonds´, Alla Gerber, zusammengefasst. Ein Appell der Präsidentschaftsdirektion und Grüße des Direktors des Instituts für Weltgeschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften, A.O. Chubaryan, wurden vorgelesen. Der Präsident des Russisch- Jüdischen Kongresses, Yuri Kanner, und ein Mitglied des Vorstands, Jürgen Zarusky (aus Deutschland),  sowie Dr. Igor Kotler (aus den USA) hielten ebenfalls Eröffnungsreden. Am Denkmal Poklyonnaya Gora gedachten die Teilnehmer den Opfern des Großen Vaterländischen Krieges.
Laut Ilya Altman können vergleichende Analysen vom Holocaust, anderen Genoziden und Terror gegenüber Kindern im Zusammenhang mit Denkmalkunde als innovativ angesehen werden. Es entwickelte sich ein produktive Diskussion  zwischen türkischen und armenischen Historikern sowie zwischen russischen und amerikanischen Forschern über die Genozide des 20. Jahrhunderts.
Alle Teilnehmer der Konferenz waren zutiefst beeindruckt über Vladimir Tsalikovs Dokumentation „Beslan Gedenken“. Der stellvertretende Premierminister von Nordossetien- Alanien, Leonid Keselbrener, Leiter des Komitees „Mütter Beslans“ und Valentina Razumovskaya, deren Sohn, Colonel D. Razumovskaya während der Befreiung der Geiseln starb, beteiligten sich an der Diskussion über den Film.
Während des Forums fand außerdem ein Seminar für Lehrer von jüdischen Schulen in Baltischen Staaten und den „GUS“ statt, dieses konnte mit Hilfe der JOINT Niederlassung in Moskau organisiert werden. Die Teilnehmer diskutierten über Themen wie die Kooperation von jüdischen und nichtjüdischen Schulen in ihren Staaten.

 
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