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Russisches Forschungs-und Bildungszentrum "Holocaust"
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Der Co-Vorsitzende des Russischen Holocaust Zentrums Ilya Altman war in Japan.

13. November / 2015

Einer Einladung der Kokushikan Universität  in Tokio folgend, war der Co-Vorsitzende des Russischen Holocaust Zentrums, Ilya Altman vom 31. Oktober bis zum 14. November 2015, in Japan. Er besuchte mehrere Gedenkstätten in Tsaruga und Kobe, die an die Ankunft der jüdischen Flüchtlinge erinnern, welche mir den Transit-Visa Chiune Sugiharas, der Konsul in Litauen war, einreisten. Der russische Wissenschaftler wurde herzlich vom Bürgermeister Tsarugas empfangen.

Am 6. November hielt Ilya Altman einen Vortrag mit dem Thema „Neue Dokumente und Sichtweisen auf Chiune Sugihara: Die Ergebnisse einer russisch-japanischen Forschungskooperation“ im Zentrum der Slawischen Studien in der Universität Hokkaido (Sappoto).  Anschließend diskutierte er mit dem Professor der Universität, David Wolf und dem Professor der Medizinischen Universität Tokio, Chizuko Takao, über den Inhalt der Dokumente über Chiune Sugihara.  Voraussichtlich werden diese Dokumente  2016 auf russisch und englisch veröffentlicht.

Am 9. November verhandelte Ilya Altman mit der Führung der Kokushikan Universität,  über ein Kooperation beim Unterrichten und Lernen des Holocausts und über eine Praktikum in Russland für japanischen Studenten. Ilya Altman informierte die Leitung der Universität über die Aktivitäten des Russischen Holocaust Zentrums und des Zentrums fürs Lernen und Lehren der Geschichte des Holocausts und der Völkermorde, welches kürzlich, mit der Unterstützung des Russisch-Jüdischen Kongresses, gegründet wurde. Japanische Mitarbeiter zeigten sich interessiert  an der Möglichkeit eines ähnlichen Programms an ihrer Universität und an einem Austausch für russische und japanische Studenten und Lehrer.

Ilya Altman besuchte außerdem das Archiv des japanischen Außenministeriums, wo er sich mit Masaaki Shiraishi, dem Autoren mehrerer Bücher über Chiune Sugihara, traf.

Am 10. November hielt der russische Historiker einen Vortrag für Lehrer und Studenten der Universität Hiroshima und für Mitarbeiter des Instituts für Frieden an der Universität, zum Thema „Chiune Sugihara und Internationale Verbindungen im 20. Jahrhundert in Eurasia“.

Am selben Tag besuchte Ilya Altman Japans erstes Bildungszentrum „Holocaust“, welches 1995 gegründet wurde. Dort diskutierte er mit der Leitung des Zentrums über eine Kooperation. Es kam der Vorschlag auf, einen gemeinschaftlichen Trainingsleitfaden auszuarbeiten.

Am 13. November wurde eine Zeremonie im Gedenken Chiune Sugiharas in der Russischen Botschaft in Tokio abgehalten. Während der Zeremonie präsentierte Ilya Altman eine Kopie der Gedenktafel für Sugiharas Familie. Eine weiter Kopie wurde an das Museum des „Ukraine“ Hotels in Moskau gestiftet, in dessen Gebäude Sugihara von 1960-1970 arbeitete.

Während seines Aufenthalts in Japan, stand Ilya Altman in engem Kontakt mit der Familie Sugiharas und diese stellten ihm die Arbeit der Sugihara Stiftung vor.

 
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