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„Eine Fotochronik des Holocausts als historische Quelle“

20. März /
Der Runde Tisch, unter eben diesem Namen, fand am 20. März im Zentrum für Fotografie in Moskau statt.  Organisiert wurde der Runde Tisch von der israelischen Botschaft, dem polnischen Institut für Kultur in Moskau und dem Russischen Holocaust Zentrum im Rahmen der Ausstellung „Das Album von Auschwitz“.

Der Moderator des Runden Tisches, Ilya Altman erzählte über die Besonderheiten der  Dokumentar-Fotografie als historische Quelle des Holocaust in der UdSSR. Der Runde Tisch wurde mit einem informativen Vortrag von Dr. Haim Gertner, dem Direktor der Archiv-Abteilung Yad Vashems (Israel) eröffnet. Dr. Haim Gertner antwortete ausführlich auf die Frage, warum es wichtig ist, öffentlichen Zugang zu Dokumenten des Holocaust zu gewähren und wie man dies mit der Hilfe von moderner Technik ermöglichen kann. Der Archivar des Holocaust Zentrums, Leonid Terushkin hob die Schwierigkeiten bei der Suche in Familienarchiven und bei der Verwendung von Fotos aus dem zweiten Weltkrieg und dem Holocaust hervor. Der Professor für Geschichte des Jüdisch-Historischen Instituts und Zentrum für Holocaust Studien (Polen), Dr. Andrzej Zbikowski, sprach über interessante Erfahrungen bei der Sammlung und Veröffentlichung von historischen Quellen über den Holocaust in der Nachkriegs Zeit in Polen.
Einen interessanten Vortrag über die Studien und Interpretationen der fotografischen Dokumente genauso wie geschriebenen Quellen und dem Versuch von gefälschten Dokumenten über die Tragödie des Holocaust wurde vom Professor der Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität, Valery Durnovtsev gehalten. Ebenfalls interessant war der Vortrag von Vladimir Simindey, dem Direktor der Forschungsprogramme der Stiftung „Historisches Gedächtnis“, der über die neusten Studien in Lettland über das Lager Salaspils sprach und diese kritisch analysierte.

Foto (von links nach rechts): L. Terushkin, V. Durnovtsev, V. Simindey, I. Altman, M. Gileva, H. Gertner, A. Zbikowski

© Photo by David Kislik

 
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