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Praktikum von russischen und armenischen PädagogInnen in Israel

Vom 27. März bis zum 4. April 2016 fand in Jerusalem (Israel) das jährliche Seminar für LehrerInnen von allgemein bildenden Schulen und Hochschulen statt. Organisiert wurde das Seminar von der Internationalen Schule für Holocaust Studien von Yad Vashem. Am Praktikum nahmen TeilnehmerInnen aus 16 Regionen Russlands und außerdem aus Armenien teil. Unter den TeilnehmerInnen des Seminars waren Professoren sowie HochschuldozentInnen Geschichts-, Literatur-, und GeografielehrerInnen von weiterführenden Schulen, aber auch ArchivarInnen und MitarbeiterInnen von Kulturellen Institutionen und Verlägen.

Während der neun Tage konnten die TeilnehmerInnen Vorträge zur jüdischen Geschichte und zum Thema Holocaust besuchen, welche von führenden Spezialisten wie beispielsweise Dr. Zeev Dashevsky (Bar-Ilan-Universität), Dr. Vladimir Levin (Hebräische Universität), Dr. Arkadi Seltzer (Direktor des Zentrums für Studien der Sowjetischen Juden in den Jahren des Holocausts von Yad Vashem), Professor Michael Weisskopf (Hebräische Universität), Dr. Daniel Romanovsky (Hebräische Universität), Dr. Aron Shneer (Yad Vashem), Alla Gerber (Fond Holocaust), Professor Ilya Altman (Holocaust Zentrum), Dr. Yehuda Bauer (Yad Vashem) und anderen gehalten wurden.

Einzelne Arbeitsblöcke des Seminars widmeten sich dem Lehren des Holocaust. An der Seminareinheit  mit einer Präsentation persönlicher Projekte zum Thema Holocaust, die  fachgerecht in verschiedenen Themenblöcke unterteilt war, nahm die Mehrzahl der ZuhörerInnen teil. In einer anderen Seminareinheit wurden die TeilnehmerInnen in vier Gruppen eingeteilt und durften, mit Hilfe des Lehrprogramms von Yad Vashem, eigene Unterrichtsmodule und Aktivitäten außerhalb des Lehrplans ausarbeiten.

Im Laufe des Seminars wurden den TeilnehmerInnen noch die Vorrausetzungen der Lagerung der Dokumente des Kino-Video-Zentrums und der Bibliothek im einzigartigen Archiv Yad Vashems nahe gebracht. Die Seminareinheit wurde mit Exkursionen zu verschiedenen Abteilungen Yad Vashems, unterschiedlichen Städten Israels und ihren Museen, sowie einem Treffen mit David Taubkin, welcher als Kind ins Minsker Ghetto kam und Emil Sigel, einem Holocaust-Überlebenden, verbunden.

Das Seminar, welches von Noa Sigal (Internationale Schule Yad Vashem) betreut wurde, fand wie immer auf einem hohen Niveau statt und bekam eine begeisterte Resonanz der russischen PädagogInnen.

Foto: Dimitrij Astashkin (Nowgorod)


 
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