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Der Holocaust und die Verteidigung der Brester Festung: Neue Diskussionen

24. Mai /
Die siebte Sitzung der Vorlesungsreihe "Genozide des 20. Jahrhunderts und der heutigen Welt", wurde  vom russischen Holocaust Zentrum und vom Institut für Geschichte und Archive zusammen mit der Abteilung für Russische Geschichte der Neuzeit der Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität organisiert. Die Vorlesung fand erstmals in Form eines Runden Tisches statt, um die schwierige Problematik des Holocaust und der Verteidigung der Brester Festung im Kontext neue vorliegender deutscher Dokumente zu erörtern.
2016 erschien in Smolensk der Sammelband "Brest. Sommer 1941" (im Original auf russ.: Брест. Лето 1941 г.) , der einen großen  Teil an neuen deutschen Dokumenten über den Kampf um die Brester Festung und den Holocaust beinhaltet (der Link für einen ersten Einblick in den Sammelband wurde schon früher auf unserer Seite veröffentlicht). Das Buch wurde von belarussischen Historikern und an deren Spitze vom deutschen Historiker Christan Ganzer aufbereitet. Das Buch wurde in Minsk und in Brest präsentiert und löste, wegen eines Artikels von Herrn Ganzer, eine große Zahl an Diskussionen aus.
Während der Sitzung stellte Christian Ganzer den TeilnehmerInnen der Vorlesung die Prozesse der Arbeit der Historiker Gruppe, zum Sammelband, vor. Im Laufe seiner Schlussfolgerungen stellte er seine Argumente und historische Basis vor, mit welcher er arbeitete. Als Antwort auf seinen Vortrag wurden zahlreiche Fragen gestellt und Kommentare, in welchen  Zweifel an der Relevanz einiger Phrasen aus dem einführenden Artikel hörbar wurden, und in welchen über die Ausweitung der historischen Basis, mit dem Ziel einer weitreichenderen Sicht auf das erörterte Thema gesprochen wurde, geäußert. Außerdem wurde ihm vom Leiter der Compiler- Gruppe für die horrende Arbeit, von der Aufbereitung der Dokumente bis zur Veröffentlichung, gedankt.
In der Sitzung nahmen professionelle GeschichtsforscherInnen, DoktorantInnen, VertreterInnen gesellschaftlicher Organisationen und wissenschaftlicher Magazine genauso wie VertreterInnen der Moskauer Schule Nr. 444, in welcher sich ein Museum im Namen von Jefim Moissejewitsch Fomin, einem Kommissaren der Brester Festung, befindet, teil.  

Foto:  Christian Ganzer

 
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