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Russisches Forschungs-und Bildungszentrum "Holocaust"
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Beslan: wir erinnern uns!

Der Vorsitzende des Russischen Forschungs- und Bildungszentrums “Holocaust” und Berater des Präsidenten des Russischen Jüdischen Kongresses Ilja Altman nahm am 3. September an einer Gedenkzeremonie für die Opfer der Beslantragödie teil. Am Friedhof “Stadt der Engel” legte er gemeinsam mit dem Leiter der regionalen Vertretung des Russischen Jüdischen Kongresses David Melikov einen Kranz nieder.
Am selben Tag besuchte Ilja Altman in der Stadt Wladikawkas die jüdische Gemeinde “Shalom”, wo er sich mit deren Leiter Mark Petruschansk traf und eine zukünftige Museumsausstellung über den Holocaust im Nordkaukasus besichtigte. Es wurde eine Übereinkunft zur Bereitstellung von methodischen und praktischen Hilfsmitteln zur Schaffung eines Museums getroffen. Eines der Themen hierbei wird der Terror gegen Kinder sein. Während eines Treffens mit dem Leiter des Nordossetischen Theaters, der Oper und des Ballets und der russischen Volkskünstlerin Larisa Gergieva wurde über die Inszenierung der Oper Brundibár in Wladikawkas am 26. September sowie über weitere Projekte diskutiert. Am 4. September traf sich Ilja Altman mit dem Stellvertretenden Vorsitzenden der Regierung der Republik Nordossetien Alexander Reutov. Es gab eine lange interessante Diskussion über die Erfahrungen und Probleme in Hinblick auf das Gedenken der Holocaustopfer bei der Gründung eines Museums- und Bildungsprogrammes über die Tragödie von Beslan. Zudem stand eine Überarbeitung und Neuauflage der Lehrbücher ”Kinder - Opfer des Terrors und des Holocausts” des Zentrums “Holocaust” zur Diskussion. Am Treffen nahm die regionale Vertreterin des Zentrums “Holocaust” Tatjana Swetlow teil. Am Ende der Reise besuchte Ilja Altman die Zeremonie in Beslan, die im Gebäude “Schule Nr.1” stattfand. Daran nahmen die Teilnehmer_innen des Jugendprojektes der jüdischen Organisation aus Kislovodsk und Pyatigorsk, die über Themen des Holocausts und des Terrors lernen, teil. Die Führung durch den Ort der Tragödie wurde von den Leitern des Komitees “Mütter von Beslan” Susanna Dudieva und Aneta Gadieva geleitet.

Auf dem Foto:
1. Kranzniederlegung. David Melikov
2. Im Museum Holocaust. Links - Mark Petruschanski

 
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