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Russisches Forschungs-und Bildungszentrum "Holocaust"
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Russische und weißrussische Lehrer besuchen Berlin

Anlass für den Besuch war das erste internationale Seminar speziell für Pädagogen, das vom Russischen Forschungs-und Bildungszentrum „Holocaust“ und dem Haus der Wannsee-Konferenz organisiert wurde.
Die Teilnehmer besuchten während ihres Aufenthalts in Berlin mehrere Museen und beschäftigten sich auf verschiedenen Ebenen mit dem Thema „Holocaust“.
Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Einheit über die Wannsee-Konferenz, bei der am 20. Januar 1942 die „endgültige Lösung der Judenfrage“ entschieden wurde. Hierzu hielten Dr. Wolf Kaiser, der Vorsitzende des Hauses der Wannsee-Konferenz und andere Historiker, Vorträge. Neben anderen Themen wie der Entwicklung des Nationalsozialismus in Deutschland, hielt ein Mitarbeiter des deutsch-russischen Museums Karlshorst einen Vortrag über jüdischen Widerstand auf den Gebieten der UdSSR und den Holocaust auf jenen Gebieten.
Mitarbeiter der Freien Universität Berlin führten die Teilnehmer des Seminars in die Arbeit mit Video-Materialien, besonders Interviews, ein. Die Universität ist im Besitz der einzigen europäischen Sammlung von Interview-Aufnahmen von Zeitzeugen, die von der Spielberg-Foundation finanziert wurden.
Neben dieser und anderen Arbeiten in Haus der Wannsee-Konferenz besuchten die Teilnehmer verschiedene Museen in Berlin und Umgebung, sowie die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen und das jüdische Museum in Berlin. Es gab zu jeder Zeit russischsprachige Führungen.
Besonders hilfreich und interessant war das Treffen mit Lehrern aus zwei Schulen in Ostberlin. Es gab einen Austausch über verschiedene Lehrmethoden. Besonders interessant war der Dialog mit den Lehrern dieser Schulen, da dort Russisch unterrichtet wird und die Kollegen russisch sprachen und somit ein direkter Dialog möglich war.
Zum Abschluss der Konferenz verständigten sich Dr. Kaiser und Dr. Altman, der Vorsitzende des Holocaustzentrums, darauf, dass solche Treffen möglichst regelmäßig wiederholt werden sollten. Sie sind nicht nur ein Gewinn für die russischen Lehrer, die die neuen Methoden im Unterricht einsetzen können, sondern sie fördern auch den interkulturellen Austausch zwischen beiden Ländern.
 
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