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Russisches Forschungs-und Bildungszentrum "Holocaust"
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Gru.wort Gedenkveranstaltung der Holocaust-Stiftung, Haus der Literaten

Liebe Frau Gerber,
liebe Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,
Wir gedenken heute der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 65 Jahren durch
die Rote Armee, fur die wir Dank und Anerkennung empfinden. Und wir gedenken am
heutigen Internationalen Holocaust Gedenktag zugleich aller Opfer des Holocaustes. Auch
nach mehr als sechs Jahrzehnten kann der Volkermord an den europaischen Juden nur
Entsetzen, Emporung und Scham hervorrufen. Wir ehren das furchterliche Leiden der
Geschundenen und Ermordeten, wir teilen den Schmerz der Angehorigen und Freunde, wir sind solidarisch mit den wenigen, die uberlebt haben.
Der Holocaust bleibt ein fur immer unausloschlicher, dunkler Teil der Geschichte meines Landes. Wir Deutschen sind uns der besonderen Verantwortung dafur bewu.t, da. sich solch schreckliche Vorgange niemals wiederholen durfen. Wir stehen in der Verantwortung, stets dafur einzutreten, dass das judische Volk in Frieden und Sicherheit in Israel leben kann.
Niemand darf das Existenzrecht Israels in Frage stellen.
Der Holocaust verpflichtet uns, uberall da, wo Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus,
Rassenhass oder nationalistischer Uberlegenheitswahn laut werden, wo Menschen als
zweitklassig oder wurdelos abgetan werden, wo ihnen gar das Recht auf Leben abgesprochen
wird, unsere Stimme zu erheben und den Bedrangten und Bedrohten zur Seite zu stehen.
Gedenken und Erinnerung der Opfer des Holocaust sind unverzichtbar, heute und fur
kommende Generationen. Deshalb ist es von gro.er Bedeutung, dass sich junge Menschen
eingehend mit der Geschichte dieses Verbrechens beschaftigen. Der von der Holocaust-Stiftung ausgerichtete Internationale Wettbewerb „Lehren des Holocaust – der Weg zur Toleranz“ fur Schuler, Lehrer und Studenten spielt hier eine herausragende Rolle. Ich freuemich daher sehr, dass heute Abend schon zum achten Mal Preistrager dieses Wettbewerbs geehrt werden konnen. Die ausgezeichneten Arbeiten sollten uns ein weiterer Ansporn sein, gemeinsam gegen Rassismus und Intoleranz vorzugehen, wo immer sie uns begegnen.
 
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