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Russisches Forschungs-und Bildungszentrum "Holocaust"
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Konferenz "Yadovno 1941"

Vom 23. bis zum 25. Juni fand in Banja Luka, der Hauptstadt der Republik Srpska, die eine Entität von Bosnien-Herzegowina darstellt, zum ersten Mal die internationale Konferenz “Yadovno, 1941” statt, bei der auch Dr. Kyrill Fefereman, Vertreter des Zentrums “Holocaust” teilnahm. Der Name der Konferenz bezieht sich auf die Lager die im Gebiet Yadovno, heutiges Kroatien, vom pro-nazistischen und ultranationalen Regime Ustasha in der Zeit zwischen April und Mai 1941 errichtet wurden. In jenen Lagern wurden vom neuen “Unabhängiger Staat Kroatien“ (USK) tausende Juden und Serben ermordet. Erst als Italien Ansprüche auf diesen Teil des USK erhob wurden die Lager geschlossen.

Für die Konferenz reisten viele angesehene Wissenschaftler aus Serbien, Russland, Israel, den USA und Italien an, vor den Dr. Fefereman einen Vortrag über „Gemeinsamkeiten und Differenzen in der nationalsozialistischen Politik über „Teile und Herrsche“ in der UdSSR und Jugoslawien im Jahr 1941“ mit besonderer Betonung auf die Ähnlichkeiten bei dem Umgang der Deutschen mit der „Judenfrage“. Anschließend an den Vortrag die wurde noch eine Gedenkzeremonie an der Stelle des Lagers in Yadovno gehalten, bei welcher Serbiens Präsident ein Denkmal für die Opfer enthüllte.

Für Russland und die Konferenz an sich, und im weiteren Sinne auch für die übrigen Gedenkveranstaltungen in „Yadovno“, ist es von besonderen Interesse, dass die Konferenz nicht von einer NGO  beziehungsweise von einem professionellem Historiker oder Sozialaktivist organisiert wurde, sondern von einer Bürgeriniatative, allem voran der äußerst aktiven Zahnarzt Duschan Bastaschitsch. Seine Organisation wurde speziell für die Gedenkveranstaltungen gegründet, und sie haben auch den serbischen Präsidenten eingeladen (im Jahr davor war Croatiens Präsident anwesend).

In Belgrad referierte Dr. Kyrill Fefereman am 29. Juni am Institut für Moderne Zeitgeschichte über die Arbeit des Zentrums „Holocaust“. Unter anderem besuchte er auch das Holocaust Museum, das eine engere Zusammenarbeit der beiden Institute befürwortete. Zu guter Letzt präsentierte Dr. Fefereman vor der jüdischen Gemeinde von Belgrad die Aktivitäten des Zentrums Holocaust in Russland und der ehemaligen UdSSR.
 
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