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Die Veröffentlichung von „Enzyklopädie des Holocaustes in der UdSSR“ wurde
durch unsere Stiftung vorbereitet und von dem Verlag ROSSPEN durchgeführt. Eine
Präsentation fand schon in Russland, Ukraine, Israel und Deutschland statt. Im
März 2010 wird eine Präsentation im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New
York statt finden.
Das zweite Mal hintereinander ist unsere Organisation eine
Präsidentenbewilligung zuerkannt worden, um Bildungsseminare zum Thema „Holocausts
auf den Gebieten Russlands“ durch zu führen. Mehr als 50 Pädagogen besuchten
die Schulungen im Yad Vashem Museum (Jerusalem) und im Wannseer Museum
(Berlin). Russische Studenten hielten ihre Vorträge im UNESCO-Hauptquartier
unter einem gemeinsamen Projekt mit dem Simon-Wiesenthal-Zentrum.
Zum ersten Mal hat das Russische Förderationsministerium für Bildung und
Wissenschaft einen Wettbewerb zum Thema Holocaust unterstützt, in Form von
Newsletter, die sie in die Regionen verschickt haben.
Ende 2009 wurde im RF Ministerium für Bildung und Forschung besprochen, wie
der Holocaust in Zukunft in Schulen gelehrt werden soll. Dank dem Einsatz von Elena
Nizenko, Vizehaupt der Abteilung für Bildungsstaatspolitik am RF Ministerium
für Erziehung und Wissenschaft, kam diese Einigung zustande.
Ihre Abteilung hat dem Bundesdienst für Ausbildungs- und Wissenschafts-Kontrolle
einige Vorschläge auf dem Gebrauch von Richtlinien zugesandt, die vom
Holocaust-Zentrum für die Universale Staatsprüfung entwickelt wurden.
So hat das RF Ministerium für Erziehung und Wissenschaft einen wichtigen
Schritt zur Unterstützung der Anstrengungen des Holocaust-Zentrums und Stiftung
gemacht, das Thema „Holocaust“ im Bildungslehrplan des Landes einzuschließen,
um Toleranz in Schulen und Universitäten zu fördern.
Liebe Frau Gerber,65 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Arme wurde der Internationale Gedenktag am 27.Januar im Großen Saal im Haus der Literaten abgehalten. Dank der Initiative des Holocaust-Zentrums und Stiftung und der Unterstützung von der Moskauer Stadtregierung, der israelischen Botschaft in Russland, dem Weltkongress der russisch sprechenden Juden und dank einiger führendeк jüdischen Organisationen in Russland findet dieses Ereignis dort schon seit 1995 statt.
In einem der angesehensten Hörsälen Moskaus waren auch Prominente, Minister, Diplomaten, Führungspersonen des russischen Archivs, ehemalige Ghettogefangene und Kriegsveteranen anwesend.
Der Abend wurde eingeleitet vom jüdischen Männerchor „Hasidic Cappella“, der geleitet wurde von Alexander Tsaluk. Anschließend bat Alla Gerber, Präsidentin der Holocaust Stiftung, Mitglied der Öffentlichkeitskammer und Gastgeberin des Abends, um eine Schweigeminute für die Opfer des Holocausts und für die Krieger, die für die Befreiung gekämpft haben.
Anschließend hatte der russische Kultusminister, Alexander Avdeyev, seinen Vortrag gehalten.
Die israelische Botschafterin, Anna Azari, sprach über die Deutschen, die unter der posttraumatischen Wirkung des Völkermords leiden.
Der deutsche und der polnische Botschafter haben auch noch eine Rede gehalten.
Der einzige Auschwitz-Überlebende (Anatoly Vanukevich), der in Russland wohnt, teilte seine Erinnerung mit dem Publikum, das Ihn mit standing ovation empfangen hat.
Am Ende der Veranstaltung wurden die Sieger des Preisausschreibens „Lehren des Holocausts - Wege zur Toleranz", an den Schüler, Studenten und Lehrer teilgenommen haben, gekürt.
2009 wurden viele neue wertvolle Ausstellungsstücke zum Archiv des Holocaust-Zentrums hinzugefügt. Unsere Entdeckungsreise nach St.Petersburg erwies sich als ziemlich produktiv. Wir trafen uns dort mit Verwandten von Oberstleutnant Semyon Besprozvanny, der der höchste Offizier unter denjenigen war, die während der Befreiung von Auschwitz getötet wurden. Sein Sohn Boris half uns, sich mit dem Kriegskameraden seines Vaters, dem pensionierten Oberstleutnant Pavel Krolevts, zu treffen. Sie beide dienten im Regiment 454 der 100. Gewehr-Abteilung, die Auschwitz befreite. Pavel Krolevts trug viele Fotos von Soldaten und Offizieren bei, die zusammen mit ihm gedient haben, darunter gab es auch einen hohen Anteil an Juden.
Am 27.Januar 1945 marschierte der Kapitän Usher Margulis mit einer Aufklärungstruppe in Auschwitz ein. Er teilte mit uns seine Erinnerungen und übergab uns Fotographien aus seinem persönlichen Archiv.
Einzigartige Fotos von Schriftsteller Vasily Grossman und Dichter Yevgeny Dolmatovsky aus dem Jahre 1945 wurden von Mark Slavin, ein 2.Weltkriegsveteran, erhalten. Auf den Fotos ist zu sehen, wie sie das Neue-Jahr in Ednits, ein Dorf in der Nähe vom Fluss Oder, begrüßen.
Dem Holocaust-Zentrum wurden Dokumente und Photographien von Schrifstellerin Maria Rolnikite, ehmalige Gefangene im Vilnius Ghetto und im Konzentrationslager Shuthof, die mit ihrem Tagebuch als „sowjetische Anne Frank“ bekannt wurde, beigesteuert.
Im laufe des Jahres wurden viele Dokumente des Archivs auf Ausstellungen gezeigt. Einige wurde sogar für das Fernsehen aufgenommen. Dokumente bezüglich des Sobibor Vernichtungslager wurden in den Nachrichten auf dem nationalen Sender Eins gezeigt.
Die zweite Ausgabe einer Sammlung von Briefen, die Juden aus Russland, Ukraine, Weißrussland, Israel, Deutschland und USA während des 2.Weltkrieges geschrieben haben, wird gerade von uns vorbereitet.
Die Zusammenarbeit
zwischen russischen und schwedischen Lehrer begann genau vor 10 Jahren. Das
letzte Seminar wurde von 30 Lehrern besucht, die aus verschiedenen Regionen
Russlands angereist sind. In den letzten 10 Jahren haben 13 Seminar unter
diesem Projekt statt gefunden.
Das letzte Seminar, das in Moskau statt gefunden hat, wurde organisiert vom
russischen Forschungs- und Bildungszentrum Holocaust und Stiftung (Moskau,
Russland), Forum für Geschichte zum Anfassen (Stockholm, Schweden) und von der
Staatsbibliothek für ausländische Literatur (Russland) mit der Unterstützung
von Russisch-Jüdischen-Kongress.
Die Teilnehmer sahen in der Staatsbibliothek für ausländische Literatur die
Präsentationen von Ekaterina Genieyva, Direktorin der Bibliothek, Alla Gerber,
Präsidentin der Holocaust-Stiftung und Diana Fadeyeva, Laborleiterin des
Institutes für freie Bildung in Moskau.
Viel Interesse zeigten die Teilnehmer an den Präsentation von Eva Fried und
Stefan Andersson, die erläutert haben, warum es wichtig ist, schwedischen
Schulkindern was über den Holocaust zu erzählen. Alexander Asmolov, Professor
an der Moskauer Staatsuniversität und Leiter des föderal Projektes von 2002 bis
2005, begeisterte die Teilnehmer mit seiner Präsentation „ Holocaust als
Herausforderung für moderne Bildung“.
Am 15. Oktober 2009 wurde ein einzigartiges Projekt des Holocaust-Zentrums
(Russland) und dem Verlag ROSSPEN im Yad Vashem Institut für
Holocaust-Forschung vorgestellt. Es handelt sich dabei um die "Enzyklopädie
des Holocaustes in den Gebieten der UdSSR“. Die Präsentation wurde zum 20.
Jahrestag der Zusammenarbeit zwischen israelischen und russischen Forschern zum
Thema Holocausts festgelegt. Die Präsentation wurde von einem Mitglied des
Herausgeberausschusses der Enzyklopädie, Prof. Dan Mihman, eröffnete. Er teilte
dem Publikum mit, dass man sieben Jahre gebraucht hat, um dieses Buch mit Hilfe
von Forschern aus vielen Ländern vorzubereiten.
Ilya Altman hat in seiner Präsentation speziellen Wert auf den Beitrag
seiner Kollegen aus Israel gelegt, die nicht nur Mitglieder des
Herausgeberausschusses waren, sondern auch viele wertvolle Artikel zur Verfügung
stellten. Fast 100 Autoren aus 12 Ländern arbeiteten an dieser Veröffentlichung.
Dokumente aus 70 Archiven Russlands, und anderen Ländern, wurden verwendet, um dieses
Projekt umzusetzen.
Dr. Yitzhak Arad, Nathan Eitan und Dr. Ilya Altman
Im regelmäßig erscheinenden Journal des Museums in Washington wurde in der neusten Ausgabe eine Rezension über Dr. Ilya Altmans „Unknown Black Book“ veröffentlicht.
Sehen sie die Rezension von David M.Crowe auf unserer englischsprachigen page.
26.-30. Juni
Internationale Konferenz zum vermögensrechtlichen Aspekt des Holocaust in Prag
Die internationale Konferenz fand in Prag statt, es kamen mehr als 550 Teilnehmer aus 49 verschiedenen Ländern. Die Teilnehmer waren unter anderem Diplomaten, Direktoren verschiedener Holocaust-Museen Europas und der USA, sowie verschiedene Historiker.
Die Russische Delegation bestand unter anderem aus der Präsidentin des Holocaustfonds Alla Gerber, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Holocaustzentrums Dr. Ilya Altman und dem Präsidenten der Organisation für kulturelle Zusammenarbeit, Michail Shvydkoj. Dieser sagte in seinem Vortrag, dass die wichtige Rolle der Sowjetunion bei der Befreiung der Konzentrationslager und bei der Entscheidung des Krieges häufig heruntergespielt werde und dass die Tendenz dazu in den letzten Jahren wachse.
Dr. Ilya Altman sagte dazu in seinem Vortrag, dass das Holocaustzentrum auch aus diesem Grund seit einiger Zeit an der Veröffentlichung einer Enzyklopädie über den Holocaust auf den besetzten Gebieten der Sowjetunion arbeite.