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Новости

Juden mit Waffen gegen die Nazis im 2. Weltkrieg

28 Mai 2012

28th May

Das Museum juedischer Militaergeschichte, “Die Energie des Mutes” (Hadera, Israel) veranstaltete die vierte internationale historische Lesung der Memoiren des Militaerhistorikers FD Sverdlov, organisiert wurde die Lesung vom Museum selbst und dem Holocaust-Zentrum.

In seiner Eroeffnungsrede bemerkte der Direktor des Museums, David Zel’venskii, dass die Konferenz im Gedenken an den Historiker eine Tradition fuer die Diskussion wichtiger Themen rund um das Bewahren juedischen Erinnerns an den 2. Weltkrieg, an den Holocaust und juedisches Heldentum geworden ist.

In Yad Vashem verweilend, erzaehlte Ilya Altman von seinen Funden in den Archiven und hielt Veteranen und ehemalige Ghetto-Bewohner und Lagerinsassen dazu an, an Veroeffentlichungsprojekten teilzunehmen, besonders an der naechsten Ausgabe von „Keep my letters…“.

Auch die anderen Reden erinnerten an die juedischen Soldaten und baten Veteranen darum, ihre Memoiren festzuhalten, gerade auch mit Hilfe der neuen Medien.


Konferenz: Schwerpunkte historischer Erinnerung in Russland und Deutschland

25 Mai 2012

25th May 2012
Der stellvertretende Vorsitzende des Holocaust-Zentrums, Ilya Altman, nahm teil an der russisch-deutschen akademischen Konferenz “Erinnerung an Diktatur und Krieg: Schwerpunkte der historischen Erinnerung in Russland und Deutschland nach 1945”. Die Konferenz fand im Institut fuer Zeitgeschichte in Muenchen, im Rahmen des „Russisch-deutschen Jahres der Bildung, Forschung und Innovation“ statt.

Am ersten Teil der Konferenz, der im Maerz in Moskau stattfand, nahmen Historiker aus beiden Laendern, sowie der Schweiz und aus Oesterreich teil. Die russische Delegation wurde angefuehrt vom Direktor des Instituts fuer Allgemeingeschichte an der Akademie der Wissenschaften in Moskau, Alexander Chubarian.

Prof. Altmans Vortrag mit dem Titel „Die historische Erinnerung an den Holocaust in Russland“ eroeffnette das erste Podium. Das Thema des Holocaust griff auch Dr. Arkady Tsfasman (Deutschland) auf, er sprach ueber die Erinneruntgen juedischer Emigranten aus der Sowjetunion, die Kinder waehrend der nationalsozialistischen Besetzung waren.

Schwerpunkt der Konferenz waren die Problematiken zwischen individueller und kollektiver Erinnerung, Filme und Denkmaeler fuer die Opfer der beiden Diktaturen.

Ilya Altman konnte die Konferenz ebenfalls nutzen um Kontakte nach Deutschland, wie auch in Russland selbst, herzustellen und zu pflegen.


Mitarbeiter des Holocaust-Zentrums nehmen teil an innovativem Projekt in Yad Vashem

22 Mai 2012

22th May 2012

Das internationale Holocaust-Forschungszentrum  in Yad Vashem praesentiert eine innovatives Projekt, durch das Millionen russischsprechender Israelis und Buerger anderer Staaten auf neue Informationen ueber den Holocaust an den sowjetischen Juden zugreifen koennen. Im Rahmen dieses Projektes wurden 24 Lehrvideos hergestellt, die man auf YouTube und der Homepage von Yad Vashem sehen kann.

Das Holocaust-Zentrum in Moskau wird repraesentiert durch Prof. Ilya Altmann mit einem Beitrag zum „Schwarzbuch“ und Dr. Kiril Fefermann mit „Muslime in der Sowjetunion waehrend des Krieges und der Holocaust an den sowjetischen Juden“ und „Holocaust an den sowjetischen Juden“.


Paedagogisches Seminar in der Kemer-Region

15 Mai 2012

15th May 2012

Am 14. und 15. Mai organisierten Stiftung und Zentrum “Holocaust” ein Seminar an der Kemer State University. Der erste Tag stand unter dem Thema “Erinnerung an den Holocaust und Praevention” und wurde von Alla Gerber geleitet. Es nahmen 70 Lehrer aus der Region teil.


Deutsche Freiwllige in Israel lernen ueber Probleme der Geschichte und Memorialisierung des Holocaust auf dem Gebiet der Sowjetunion

14 Mai 2012

14th May

Ilya Altman hielt einen Vortrag ueber “Der Holocaust auf dem Territorium der Sowjetunion – Geschichte und Memorialisierung” vor Freiwilligen der Aktion Suehnezeichen/Friedensdienste, die in verschiedenen israelischen Staedten ihren Freiwilligendienst leisten.

Der Schwerpunkt des Vortrags lag auf dem Schicksal deutscher Juden, die in Ghettos auf sowjetischem Boden deportiert wurden, und verbreitete Akte der Erinnerung mit deutschen Studenten in Russland.

Der Vortrag fand in einem historischen Gebaeude statt, „Bet Yehudah“, in dem sich das israelische Buero von ASF befindet und in dem viele Jahre lang die Familie eines beruehmten Lehrers lebte, der das moderne Hebraeisch reformierte. Mehr als 40 deutsche Studenten folgten dem Vortrag mit grossem Interesse mit anschliessender lebhafter Diskussion.

Ilya Altman lud seine Zuhoerer ein, sich am Gedenken an den Holocaust zu beteiligen und sich an internationalen Wettbewerben zu diesem Thema teilzunehmen.


Novosibirsk: Seminar “Erinnerung an den Holocaust – Weg zur Toleranz”

12 Mai 2012

12th May 2012

Das Seminar am Institut fuer hoehere Bildung organisiert vom Holocaust-Zentrum in Moskau wurde von 30 Paedagogen besucht, die Geschichte, Sozialwissenschaften, Russisch und Literatur unterrichten, sowie Studenten und Repraesentanten der Organisation „Bund ehemaliger minderjaehriger Haeftlinge in faschistischen Konzentrationslagern“.


Kommentar zur Umfrage “Ist es noetig, an russischen Schulen ueber den Holocaust zu lehren? Meinungen der Kirche“

04 Mai 2012

4th May 2012
Am 4. Mai wurden die Resultate einer Umfrage, durchgefuehrt von Regions.ru, veroeffentlicht. Es wurde Vertretern der Kirche die Frage gestellt, ob an russischen Schulen ueber den Holocaust gelehrt werden sollte. Die Ergebnisse der Umfrage machten klar, dass Teile der russischen Gesellschaft die konstitutive Rolle des Holocaust fuer die moderne russische Gesellschaft nicht anerkennen. Auf dem besetzten Terrain der Sowjetunion kamen beinahe 50% der Opfer des Holocaust um, und es ist kein Zufall, dass der internationale Holocaustgedenktag auf dem Tag liegt, an dem die Rote Armee Auschwitz befreite.

Es ist bedauerlich, wie die ersten Schritte des Ministeriums fuer Bildung und Wissenschaft wahrgenommen wurden, ein Modul, das den Holocaust behandelt, in den Lehrplan einzubringen.

Etwa kontaktierten die Herausgeber der Umfrage nicht unsere Organisation, die seit fast zwanzig Jahren in Seminaren Paedagogen schult. Der Holocaust ist bereits jetzt vielerorts festes Thema im Lehrplan, der fehlende systematische Zugang der Schueler zu diesem Thema jedoch sorgt fuer Situationen, in den denen etwa junge russische Menschen live im Fernsehen behaupten, der Holocaust seine eine Art Klebstoff.

Selbstverstaendlich litten alle Menschen in der Sowjetunion unter dem Krieg, die nationalsozialistische Ideologie allerdings unterschied klar zwischen jenen, die sofort, absolut und unwiederbringlich vernichtet werden mussten, den Juden, und allen anderen.

Es gibt keinen Grund, sich nicht an die heldenhaften Taten derer zu erinnern, die ihre juedischen Nachbarn versteckten oder falsche Taufurkunden ausstellten.

Die Retter waren oft christlichen Glaubens, leider waren aber auch die Aufseher und Waerter in den deutschen Lagern oft christlich. Gerade deswegen kann und muss eine Auseinandersetzung stattfinden, die keineswegs einseitig sein kann.

Die katholischen und protestantischen Christen in Russland wurden in dieser Umfrage nicht befragt, letztere beteiligten sich bereits grosszuegig an der Errichtung eines Mahnmals in Lubavitch.

Am 9. Mai erinnert man sich nur in unserem Land und in Israel an das Ende des zweiten Weltkrieges, die Tatsache, dass unsere Armee etliche Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager befreite, bleibt vielen jungen Menschen verschlossen.

Leider gibt es eben keinen Gedenktag, der an die Opfer des Holocaust erinnert.

Diese, oft schmerzhafte, Diskussion um das Erinnern an den Holocaust hat in fast allen Laendern Osteuropas stattgefunden, viele haben Schritte in die richtige Richtung getan, leider Russland noch nicht.

Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust teilt nicht die verschiedenen Opfer auf, wie manche Kommentare unter der Umfrage andeuten. Der grosse russische Philosoph Mikhail Gefter sagte dazu, dass es „keinen Genozid gegen einzelne gibt – ein Genozid richtet sich immer gegen alle

Ein Buch ueber den Holocaust in Lettland, veroeffentlicht in Russland, sorgt fuer Aufmerksamkeit

02 Mai 2012

2nd May 2012
Frida Michelsons Memoiren „I survived Rumbula“, veroeffentlicht im Verlag „Russian Library of the Holocaust“ (2011), wurde in der Zeitschrift des Instituts Geschichte des Antisemitismus in Lettland. Wie David Zilberman, der das Buch ins Russische uebersetzte, so dass das Holocaust-Zentrum es herausgeben konnte, sagte: „Die Neuauflage von Frida Michelson’s Memoiren bewegte die lettische Oeffentlichkeit, im Positiven wie im Negativen. Die lettische Oeffentlichkeit ist sehr empfindlich.“


Alla Gerber: “Deutschland hat erfolgreich Scham und Tragoedie des Nationalsozialismus akzeptiert”

29 April 2012

29th April 2012
Vom 22. bis zum 28. April folgten Alla Gerber und Tatyana Manykina, Koordinatorin der Lehrprogramme des Holocaust-Zentrums, der Einladung des Goethe-Instituts nach Deutschland.

In Berlin trafen sie Prof. Hanns-Fed Rathenow und Ingolf Seidel, die an der Internetplattform „Aus der Geschichte lernen“ arbeiten, und besuchten das Museum „Topographie des Terrors“ im ehemaligen Hauptquartier der GeStaPo.

Spaeter trafen sie Anneta Kahane, Praesidentin der Amadeo-Antonio-Stiftung, in der Bundeszentrale fuer politische Bildung.

In Nuernberg besuchten sie das Dokumentationszentrum im Reichstagsgebaeude und trafen dessen Direktor, Dr. Alexander Schmidt.

Letzte Station auf ihrer Reise war Muenchen, wo sie von der ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch, im juedischen Gemeindehaus empfangen wurden.


Ankuendigung: 7. Internationale Konferenz “Lehren aus dem Holocaust und das heutige Russland“, Rostow am Don, 12.-14. August 2012

26 April 2012

26. April 2012. 
 Die 7. Internationale Konferenz steht unter dem Thema „Regionale Aspekte des Holocaust im Nordkaukasus und das Schicksal der juedischen Intelligentsia waehrend des 2. WK”.
Die Konferenz widmet sich dem Gedenken an die groesste Mordaktion an russischen Juden, darunter der weltbekannten Psychoanalytikerin Sabina Spielrein, die vor 70 Jahren den Tod in der „Schlangenschlucht“ unweit Rostows fanden. Es ist das erste wissenschaftliche Forum, das das Schicksal juedischer Wissenschaftler im Holocaust thematisiert, in einer besonderen Region , die die hoechste Todesrate unter den Juden aufwies,  da sich unter ihnen tausende Fluechtlinge aus den besetzten oder gefaehrdeten Gebieten der Sowjetunion befanden.
Die Konferenz wird organisiert vom Russischen Holocaust-Zentrum, dem Europaeischen Buero des Simon-Wiesenthal-Zentrums,  dem Institut fuer Russische Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAN) ihrem Wissenschaftszentrum Sued, der Foederativen Universitaet Sued und dem Namensprojekt von Jad Vaschem mit Unterstuetzung des Russisch-juedischen Kongresses (REK), dem Projekt „Die Wuerde zurueckgeben“, der Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remebrance and Research, der Claims Conference und der Stiftung „Dynasty“
Einladungen sind an fuehrende Forschunsgeinrichtungen und Wissenschaftler in Russland, den Baltischen Staaten, Kanada, der GUS, Frankreich, Deutschland, Israel, den Niederlanden, Polen, Spanien,GB, den USA und der Schweiz ergangen.
Zu folgenden Themen sind Plenarsitzungen und Sektionssitzungen geplant:
Sabina Spielrein: Leben und wissenschaftliches Vermaechtnis
Regionale Aspekte der Quellenlage und Historiographie des Holocaust
Die nationalsozialistische Besatzungspoluitik und der Holocaust in Suedrussland
Die Mitwirkung von Kollaborateuren an der Verfolgung der lokalen Bevoelkerung und der Kriegsgefangenen
Rolle und Schicksal der wissenschaftlichen Intelligentsia waehrend des 2. WK
Regionale Aspekte der Memoralsierung des Holocaust Besonderheiten bei der Rettung von Juden waehrend des Holocaust in Suedrussland
Paedagogische Aspekte der Regionalgeschichte des Holocaust und der Memoralisierung
Anmeldungen zur Konferenz:
Vorschlaege fuer Konferenzbeitraege  und Anfragen sollten bis zum 15. Mai an den Koordinator der Konferenz, Dr. Kiril Feferman per E-mail:rrehc@holofond.ru   gerichtet werden
Sie sollten ein Abstract  (Thema, wesentliche Quellen, Literaturangabe und  ca. 1800-2000 Zeichen) und Informationen zum beruflichen Hintergrund (berufliche Position, akademische Grade, Instiution) enthalten
Die Organsiatoren uebernehmen die Reise- und Aufenthaltskosten fuer Teilnehmer aus den GUS-Staaten (abzueglich der gesetzlichen Steuern)
Die Teilnehmer werden bis zum 1. Juni 2012 vom Organisationskomitee benachrichtigt,
Die Redebeitraege der Konferenz  sind im Plenum auf 20 Min. und in den Sektionen auf 10 Min. beschraenkt.
Die Vortragenden werden gebeten den vollstaendigen Text ihrer Beitrage bis zum 12 Oktober an das Organsiationskomitee zu senden,  eine Veroeffentlichung der Konferenzpapiere ist fuer 2013 geplant.





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